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Was uns bewegt hat, mit der Jungenbildung einzusteigen und die Mädchenbildung weiter zu führen

 

Die Veränderung der Situation der Geschlechter in der Schule und der Gesellschaft insgesamt lässt sich an wenigen Daten über die Bildungsabschlüsse und Berufswahl ablesen:

Statistische Daten zur Situation der Geschlechter an Schulen


1970/80


2001


M

J


M

J

Aufsteiger von HS zu RS, von RS zu GYM.

50

50


62

38

Abitur

39

61


56

44

Schulabbrecher

48

52


37

63


Aus der Tabelle wird sichtbar:
Was die Anzahl und Qualität der Bildungsabschlüsse betrifft, haben inzwischen die Mädchen die Jungen längst überholt. Sicher sind die Ursachen dafür komplex, wir gehen jedoch nicht davon aus, dass die Jungen heute weniger begabt und die Mädchen intelligenter sind als damals. Die Veränderung signalisiert eher, dass Jungen offenbar mit dem heutigen Bildungssystem im Schnitt nicht mehr so gut zu recht kommen wie die Mädchen. Wir sehen, dass es nötig ist, die Jungen in den Blick zu nehmen, Angebote zu entwickeln, die ihnen entsprechen und ihnen damit eigene Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Die Jungenklasse ist unsere Antwort auf die gegenwärtig stark diskutierte Situation der Jungen. Gleichzeitig ist unsere Entscheidung stark beeinflusst von der Anfrage vieler Eltern, ihre Söhne an eine Schule unseres Zuschnitts geben zu wollen.

 

Betrachten wir die folgenden Daten, so fällt auf, dass der deutlich höhere Anteil der jungen Frauen am Abitur nicht im Übergang an Universitäten umgesetzt wird. Noch deutlicher ist die Relation z.B. bei Professorenstellen. Weitere Untersuchungen belegen, dass 88 % der Mädchen entscheiden sich noch immer, für 12 Berufsgruppen aus dem schlechter bezahlten Dienstleistungs- und Pflegebereich.


1970/80


2001


M

J


M

J

Abitur

39

61


56

44

Universitäten




42

58

Professorenstellen




5

95

Dies macht deutlich, dass Mädchenbildung immer noch eine aktuelle Herausforderung darstellt. Es ist immer noch aktuell, Mädchen und jungen Frauen eine Persönlichkeitsbildung zu ermöglichen, die ihnen ein Zutrauen in ihre eigenen Kompetenzen gibt. Deshalb sehen wir genauso weiterhin die Notwendigkeit einer spezifischen Mädchenförderung.

 


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