Mädchen- und Jungenbildung
In den Jahrgangsstufen 5-10 befinden sich junge Menschen in einer entscheidenden Phase ihrer geschlechtlichen und psychosozialen Entwicklung. Sie suchen ihre Identität in Auseinandersetzung mit ihrer Geschlechtlichkeit, mit Erwartungen und Zuschreibungen ihrer Umgebung und mit eigenen Vorstellungen und Erfahrungen. Diese Suche bestimmt ihre Kommunikation und ihre Interaktion, vor allem ihr Lernverhalten.
Unsere positiven Erfahrungen mit der Mädchenbildung und die Nachfrage vieler Eltern haben uns ermutigt, unsere Schule seit diesem Schuljahr auch für Jungen zu öffnen.
Wir unterrichten in getrennten Mädchen- und Jungenklassen, weil wir darin eine besondere Möglichkeit sehen,
Mädchen und Jungen ernst zu nehmen in ihrer jeweiligen Entwicklung, mit ihren spezifischen Interessen, Themen und Bedürfnissen und ein möglichst zielgruppengenaues Angebot zu machen
sie im Unterricht weitgehend zu entlasten von geschlechtsbezogenen Erwartungen und Rollenzuschreibungen und ihnen die Chance geben, ihre individuellen Fähigkeiten unabhängig von der Geschlechterrolle zu entdecken (insbesondere Mädchen einen Zugang zu ihren Fähigkeiten in NWA, Technik, am PC zu ermöglichen und Jungen in den Bereichen Sprache oder in künstlerischen Fächern)
ihre Kräfte für das Lernen freizusetzen, weil in getrennten Klassen der Reiz fehlt, sich vor dem jeweils anderen Geschlecht in Szene zu setzen.
den Unterricht inhaltlich verstärkt an den unterschiedlichen Fragen, Themen, Interessen und Herangehensweisen zu orientieren.
dass sie freier ihre eigenen Rollenerfahrungen reflektieren, sich mit Fragen nach ihrer Identität auseinandersetzen und vorgegebene Rollenerwartungen überwinden können.
das eigene Selbstverständnis als Frau und als Mann herauszubilden
Weitere Informationen und Hintergründe finden Sie hier:
Was hat uns bewegt, mit Jungenbildung einzusteigen und die Mädchenbildung weiter zu führen?
Beispiele aus dem Arbeiten mit der Jungenklasse

